Frontdiensteinsatz in der "Sagi"
Bilder von LIONS-Kameraden; Text von Rolf Wirz
Selber Hand anlegen und nicht einfach "nur" Geld geben, so lautet das Motto des ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes des Lions
Clubs Farnsburg in der "Sagi Oltingen". Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des LC Farnsburg zu diesem ehrenamtlichen
Arbeitseinsatz.

wi. Die Oltinger Sagi, also die Sägerei, besteht in ihrer heutigen Form seit 1825. Deren Anfängen reichen jedoch bis in das
13. Jahrhundert zurück. Im 7. Jahrhundert entstand bei der Gallislochquelle, welche das grosse Wasserrad antreibt, ein
alemannischer Hof, woraus sich später das Dorf Oltingen entwickelte.
Im Jahr 1988 wurde unter massgeblicher Beteiligung des LC Farnsburg die Stiftung "Sagi Oltingen" gegründet. Zur Trägerschaft
gehören neben dem LC Farnsburg die Gemeinde Oltingen und der Museumsverein Oltingen-Wenslingen-Anwil. Die Stiftung kaufte 1988
mit Hilfe namhafter Beiträge der Denkmalpflege und des Lotteriefonds des Kantons Basel-Landschaft das Gebäude für 125000 Franken.
Im August 1989 wurde ein "Sagifest" durchgeführt, welches mit einem Reingewinn von 84500 Franken ein Riesenerfolg beschieden war.
Der Lions Club Farnsburg hatte während dem Fest mit Erfolg ein Lokal betrieben. 1999, zum hundertjährigen Bestehen der Oltinger
Wasserversorgung, organisierte die Oltinger Bevölkerung und der LC Farnsburg ein Wasserfest. Der LC Farnsburg führte wiederum
ein Beizlein und konnte im Anschluss einen Reingewinn von rund 5200 Franken überweisen. Auch am Oltiger Määrt Anfang Mai dieses
Jahres war der LC Farnsburg mit einem kleinen Wirtschaftsbetrieb in der "Sagi" präsent.
Seit ihrer Gründung legt die Sagistiftung jährlich fest, welche Reparaturen im laufenden Jahr zu bewältigen sind. An dem erwähnten
jährlichen "Sagi-Meeting" des LC Farnsburg werden verschiedene Reparatur- und Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Am vergangenen
Dienstag 10.07.2007 trafen sich rund 20 Mitglieder des LC Farnsburg zusammen mit Mitgliedern des Stiftungsrats zum Arbeitseinsatz
in der "Sagi" Oltingen. Es wurde gesägt, gewischt, geräumt,gemauert, gehämmert und genagelt. Eine Betonwand wurde mit Tuffsteinen
verkleidet, der Sägemehrkeller wurde aufgeräumt und das Sägemehl entsorgt, eine Dachrinne vom Dreck befreit, Böden gereinigt
und auch Umgebungsarbeiten vorgenommen. Nach getaner Fronarbeit winkte als Belohnung ein gutes Nachtessen, gemütliches
Beisammensein und das gute Gefühl, einen weiteren wertvollen Beitrag für den Fortbestand der "Sagi" geleistet.
